Verteidigung in Strafsachen

Der nichtverteidigte Beschuldigte ist im Strafverfahren den staatlichen Machtmitteln und Ermittlungsbefugnissen, wie z. B. Inhaftierung und Durchsuchung hilflos und ungeschützt ausgesetzt, wenn er seine Rechte und insbesondere den Ablauf eines Strafverfahrens nicht kennt.

In dieser schwierigen Situation empfiehlt es sich grundsätzlich, vom gesetzlich garantierten Schweigerecht Gebrauch zu machen und sofort einen versierten, auf Strafrecht spezialisierten Rechtsanwalt als Verteidiger mit dem Fall zu beauftragen. Nur durch eine vollständige Akteneinsicht, die ausschließlich sein Verteidiger bekommt, erfährt der Beschuldigte, welchen Verdacht die Staatsanwaltschaft gegen ihn hegt und worauf sie diesen stützt.

Wichtige Voraussetzung bleibt das sofortige Einschreiten des Verteidigers und dies umso mehr in Fällen der Untersuchungshaft. Hier gelten Besonderheiten, die ein sofortiges Handeln erfordern mit dem Ziel, die kurzfristige Haftentlassung des Beschuldigten zu erreichen, ohne dessen Verteidigungschancen im Hauptverfahren zu gefährden.

Aufgrund meiner jahrzehntelangen Erfahrung auf dem Gebiet des Strafrechts bin ich, Fachanwalt für Strafrecht, in der Lage, eine realistische Diagnose über den Ausgang eines Strafverfahrens abzugeben und damit die Grundlagen für eine sinnvolle Verteidigungsstrategie zu erarbeiten mit dem Ziel eines Freispruches oder – lässt sich eine Verurteilung nicht vermeiden – einer möglichst milden Strafe. Ziel bleibt immer, für den Einzelfall das bestmögliche Ergebnis zu erreichen und aufenthaltrechtliche, berufrechtliche, familliäre, arbeitsrechtliche und ähnliche Probleme zu berücksichtigen. Das  gilt auch für das Vorgehen gegen einen Strafbefehl, für das Durchführen von Berufungen und Revisionen sowie für eine Vertretung in einem Wiederaufnahmeverfahren oder vor supranationalen Gerichten wie zum Beispiel dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Pflichtverteidiger

In bestimmen Fällen und seit dem 01.01.2010 in Haftsachen, schreibt das Gesetz vor, dass dem Beschuldigten im Strafverfahren ein Pflichtverteidiger bestellt werden muss. In diesen Fällen der sogenannten „notwendigen Verteidigung“ (= Pflichtverteidigung) kann grundsätzlich jeder Rechtsanwalt vom Gericht als Pflichtverteidiger bestellt werden. (Aber) Nicht alle Anwälte übernehmen Pflichtverteidigungen, weil die Vergütungsregelungen des Gesetzes für den Pflichtverteidiger geringere Gebühren als bei Wahlverteidigungen beinhalten. Eine engagierte Strafverteidigung darf aber nicht nur situierten Beschuldigten vorbehalten bleiben. Jeder Beschuldigte hat in dieser schwierigen Lage des Verfahrens das Recht auf den Beistand eines Strafverteidigers seiner Wahl (§ 137 StPO).

Bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen übernehme ich auch Mandate als Pflichtverteidiger.